Trendsetter

Ein Trend ist ein Instrument zum Beschreiben von Veränderungen und Strömungen in der Gesellschaft. Trends kann man nur schwer messen, jedoch deutlich beobachten. Ihren Verlauf kann man zumindest Näherungsweise abschätzen, aber oft nur wenig beeinflussen. Jemand der einen Trend setzt, in dem er mutig vorangeht – zum Beispiel indem er etwas Neues macht oder neue Kleidung trägt – ist ein Trendsetter.

Wenn man es hart betrachten will, ist jeder der einen Trendaufgreif, der in irgendeiner Form schon besteht, eigentlich nichts anderes als ein Nachahmer. Nun, gibt es Leute, die würden sagen „War doch alles schonmal da…“ Mag in vielen Bereichen sein, aber gerade wenn ich den Sport und insbesondere den Laufbereich mir in den letzten Monaten ansehe, bekommt man immer mehr das Gefühl das es entweder darauf ankommt, wer was public macht oder wo am meisten Sahne geschlagen wird.

Zwei Beispiele…

Plogging

Ich habe mich im Frühjahr gefragt als der Begriff aufkam, was zum Teufel bitte Plogging sein soll. Plogging beschreibt das aufsammeln vom Müll beim Joggen. Grundsätzlich eine gute Sache, denn Müll gehört in eine Mülltonne und nicht in Wald, Feld oder Flur. Allerdings kenne ich das ganze schon irgendwoher… das Stichwort ist #cleanyourtrails. Diese Idee gibt es locker an die 5, 6 Jahre und wurde auf Facebook von einem befreundeten Laufsportler, der unter Trailrunnersdog.de mit seinem Blog aktiv ist, ins Leben gerufen.

Sicher ist auch diese Idee nicht die erste Idee dieser Art, denn Trailrunner – insbesondere im bergigen Raum – setzen sich schon lange für saubere Strecken ein. Warum, sprechen dann aber alle von Plogging.

Der Unterschied ist recht schnell erklärt. Während #cleanyourtrails und ähnliche Aktionen aus der Läuferszene kommt, hatte Plogging ein populäres Gesicht, welches auch im Umfeld von Laufzeitung- und Sportredaktionen zu suchen ist. Mit dem Aufkommen des Thema Müll waren schnell die Verbindungen zur Tagespresse, Rundfunk und den TV-Medien gefunden.

Wie gesagt, grundsätzlich ist Plogging eine gute Sache, aber hier von einem „neuen Trend“ zu sprechen? Ich weiß ja nicht.

Slow Jogging

Neulich nahm ich eine Laufzeitung in die Hand die mich ganz groß mit dem Begriff „Slow Jogging“ ansprach. Slowjogging, das ist quasi betont langsames Laufen. Durch viele kleine Schritte soll sich dies auch für Leute eignen, die eher unsportlich sind oder Übergewicht haben. Es soll dabei besonders Gelenkschonend sein.

Das mit dem Gelenkschonend war auch mal ein Argument für Nordic Walking. Bis dann vereinzelt Untersuchungen hervorbrachten, dass im Zweifel – so es keine anderen gesundheitlichen Probleme gibt – langsames Laufen für den Körper gesünder ist, als das Stöckerl tragen. Zumal viele Menschen ohnehin die Stöcke falsch einsetzen. Und die Untersuchungen dazu sind auch schon locker 10 Jahre alt.

Wenn man „Slowjogging“ mit langsamen Laufen übersetzt, dann mache ich das eigentlich schon immer so. Ich bin nicht schnell, ich werde auch nicht schnell, aber ich bewege mich doch. Bin ich damit ein Trendsetter?

Mitnichten, mit Tanten, oder mit sonstwelchen Menschen und/oder Verwandten. Ich will auch kein Trendsetter sein. Ich bin mein eigener Trend und nur dem folge ich. Das ist auch gut so. Was mich aber stört ist wenn Leute vorhandene Sachen aufbauschen und dann daraus „das ultimative Ding“ machen. Belast es doch einfach bei den Bezeichungen, die dafür schon vorhanden sind. AMEN.

Bild: trend-berater-medien-geschaefte-1202993 auf von kalhh pixabay.com unter CC0-Lizenz

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