Heute im Training – Die Einweisung

„Das Leben ist wie ein Kampf, es gibt Gewinner und es gibt Verlierer. Zu welcher Gruppe wir gehören, entscheiden wir dabei selbst!“

Manchmal lohnt es sich zu kämpfen, genau das habe ich bei einem der letzten Besuchen beim Arzt gelernt. Und am Ende kann manchmal auch der Anfang einer neuen Reise stehen. Bei mir ist der Anfang ein Antrag auf betreuten Sport, den ich mir Mühsam erkämpft habe. Ein Anfang…

Etwas komisch kommt es einem schon vor, wenn man nach 13 Monaten das erste Mal wieder ernsthaft einen Sportbeutel packt. Auch wenn es mit Handtuch, Sportschuhe, Wasser und Kopftuch, sowie ein Reserveshirt nur die kleine Packung war.

Der Coach war mir namentlich bekannt, wenn auch aus Mannschaftsportarten mit denen ich gar nichts anfangen kann und aus persönlichen Gründen, die teilweise mit politischen und fördertechnischen Gründen in mittlerweile doch schon etwas ferneren Vergangenheit angehören.

Gebürtiger Rumäne ist der Coach, was man aber eigentlich nur merkt, wenn er etwas emotional redet. Es ist eigentlich das zweite Mal das ein gebürtiger Rumäne in meinem Leben sportlich etwas bewegt. Schon in der Schule war es so, dass ich einen Sportlehrer hatte, der aus diesem Land kam.

Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit Gips am Handgelenk und Attest zum Sportunterricht kam und damit rechnete auf der Tribüne platz nehmen zu müssen. Und er meinte recht trocken: „Hand kaputt? Du brauchen nicht. Wir spielen heute Fußball.“ Noch berühmter war eigentlich nur ein Satz: „Ich habe nur einen Fehler im Leben gemacht! Ich habe einmal zuviel Ja gesagt.“

Nun, ist es wieder ein Rumäne der mit der einen Hälfte des Trainings vorstellte. „Was willst Du? Radfahren oder gehen auf dem Laufband?“ Schon zu besseren Sportzeiten, war für mich Radfahren nur ein Mittel zum Zweck, also ging ich lieber aufs Laufband. „Schicke Uhr?“ Ja, das ist sie, schick… nur meine Fenix war in den letzten Jahren deutlich unterfordert… Training sollte sie aufzeichnen… und was macht die Uhr… misst den Puls, zählt die täglichen Schritte und glaubt zu wissen wann und wieviel ich schlafe. Und wahrscheinlich hofft sie auf bessere Zeiten…

10 Min. locker eingehen, nicht mehr, das sollte ich machen, das machte ich auch. Und dann ging es an die Geräte.

Beinpresse, Rückenstrecker… wir probierten diverse Geräte durch. Die Geräte waren schon rustikaler, wie ich diese aus einem Fitnessstudio kenne, aber durchaus funktionell. Das Positive war: Wenn das eine Gerät, wegen Problemen – sei es den Bewegungsabläufen oder aus körperlichen Gründen nicht so gut war, gab es Ersatz in Form eines anderen Gerätes, was in ähnlicher Weise den Körper beansprucht.

„Du weißt, generell wie man trainiert, jetzt musst Du eben nur runterkommen und bei einem passend niedrigen Level anfangen, so das Du dran bleiben kannst…“, das war eine Aussage des Trainers und Therapeuten.

Entsprechend einfach waren auch die Regel für die Geräte. Ein Satz hat 15 Wiederholungen. Werden die Wiederholungen zu einfach, dehne diese bis 20 Wiederholungen aus. Wird dies zu einfach, mache einen statt drei, vier Sätze. Und sollte auch das zu einfach werden, dann erhöhe das Gewicht. Diese Reihenfolge soll verhindern, dass man zu schnell, zu viel Gewicht auflegt.

Kurzfristig mal 200, 250 Kilo mit den Beinen wegpressen, das ist nichts Besonderes. Wenn man diese nicht wirklich halten kann und das nur ruckartig hinbekommt, ist es ein Zeichen dafür das das Gewicht eigentlich viel zu hoch ist. Und das gilt eigentlich bei allen Trainings die mit irgendwelchen Gewichten gemacht werden. Zuck und Reißbewegungen sind für Leute die dauerhaft trainieren nicht das Optimale. Insbesondere dann, wenn das Training dazu dienen soll in erster Linie die eigene Befindlichkeit zu optimieren.

Ich fand es positiv das ich mit den meisten Geräten gut klar kam und dass das Gespräch mit dem Coach auf einer Ebene stattfand. Das hast Du nicht überall.

Ziele setzen ist ein wichtiges Thema… das Ziel kann bei mir nicht heißen: „Ich will dann und dann einen Marathon laufen“, realistischer ist eher das Ziel: „Ich will sobald die Vorschritte es zeigen, überhaupt erstmal wieder Laufen.“ Wie das dann aussieht, ob danach weitere Ziele gesteckt werden, muss man sehen. Aber man sollte – nein, man muss – realistisch bleiben.

Nach einer Runde mit dem Coach durfte ich noch zwei Runden machen. Und dabei viel eins auf… vor 12 Uhr werden die Rentner wach. Bei der Dritten Runde hatte ich ernsthaft Mühe, an die Geräte zu kommen, an die ich wollte. Weil mal trainierend, mal schwätzend besetzt. Ob morgens um 7 Uhr dort auch so ein Andrang ist?

Eine Stunde Training war fast vorbei… Ich dachte das war es jetzt. „Nein, nein, nein, das Training dauert meist so 90 Minuten… manchmal länger je nach Tagesform und Befindlichkeit…“ … „Geh zum Abschluss nochmal so 20 Min. auf dem Laufband…“

Am Ende war ich positiv überrascht, weil sich das ganze Besser anfühlte als andere Trainingsversuche, die ich in den letzten 13 Monaten gemacht hatte. Jetzt muss nur noch ein Schein von der Krankenkasse kommen, dann heißt es wohl erstmal die Woche zwei Mal Kurse für die Schwachstellen, zwei Mal Geräteparkour.

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