Linsen – unser Superfood

Heute breche ich mal eine Lanze für die Linse. Unser Superfood! Wobei unser stimmt hier glaube ich nicht ganz, den die Pflanzen die wir als Linsen heute kennen stammen vermutlich ursprünglich aus Kleinasien.

Wir reden ja gerne über Superfood. Wo dann plötzlich irgendwelche exotischen Pflanzenteile ausgegraben werden, weil irgendjemand zufällig festgestellt hat, das bestimmte interessante Bestandteile hier besonders gesund sind. Diese Pflanzen werden dann – um es mal bildlich zu sagen – vom Arsch der Welt in unsere moderne Gesellschaft getragen und so beworben, dass jedermann dieses gesunde Essen will.

Leider allzu oft mit den üblichen Folgen: das Superfood wird so kultiviert das es massenfähig ist – Monoanbauflächen inklusive. Und durch die weiten Wege das das ganze mal eben um dem halben Globus transportiert wird mit einer meist eher dürftigen Ökobilanz.

Wo kommen die Linsen eigentlich her?

Linsen waren früher „Armeleuteessen“, heute sind diese aber auch aus der Gourmetküche nicht mehr wegzudenken. Wobei Deutschland sich klammheimlich aus der Herstellung dieser Hülsenfrucht verabschiedet hat. In kleinen Mengen werden Linsen noch in der Schwäbischen Alp, in Hessen und Niederbayern angebaut. Wobei sich insbesondere karge Böden für den Anbau eignen.

Leider ist der Anbau oft nicht wirtschaftlich. Linsen brauchen eine Rankhilfe, wo sich Leindotter und Getreide wie Hafer oder Gerste als Stützfrucht bewährt haben. Die Stützfrucht wird dann von der Linse, nach der Ernte maschinell getrennt. Leider können hier noch Spuren des Getreides zurückbleiben, wodurch Linsen nicht immer 100% glutenfrei sind.

Die meisten Linsen kommen heute aus Kanada oder Indien, wobei diese auch hier in unseren Gefilden langsam wieder auf dem Vormarsch sind.

Warum Superfood?

Linsen sind ein kleines Nährstoffwunder und beinhalten mit etwa 20-24 % einen sehr hohen Eiweisanteil. Weiter anzumerken ist der hohe Anteil an Ballaststoffen (etwa 11 %) und die Kohlenhydrate. Was Linsen insbesondere in Rahmen einer vegetarischen oder veganen Ernährung zu einem kleinen Schatz in der Küche macht.

Wenn jetzt jemand sagt: „Kohlenhydrate? Die machen doch dick.“ So ist dies bei Linsen eher nicht der Fall. Linsen sind reich an Ballaststoffen, die ein langes und nachhaltiges Sättigungsgefühl hinterlassen. Zudem mit Eiweis und dem B-Vitamin Cholin sind Linsen wahre Fettburner.

Linsen beinhalten kaum Fett, dafür sind diese reich an Mineralstoffen wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phoshor und Selen. Bei den Vitaminen sind hier A1, B1, B2, B3, Carotin, Vitamin B6, Folsäure und Vitamin C hervorzuheben. Dazu bedient die Linse noch den Bedarf diverser Aminosäuren.

Der gesundheitliche Aspekt!

Natürlich sind die ganzen Inhaltstoffe wichtig für unseren Körper. Nachweislich senken Linsen aber den Cholesterinspiegel und können so vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen. Darüberhinaus unterstützen Linsen die Wundheilung, verbessern die Konzentration und Nervenfunktion und tragen zur Stärkung des Immunsystems bei. Also nicht nur Nährstoffpowerpaket sondern gleich auch noch ein kleiner Gesundbrunnen.

Zubereitung

Linsen kennen wir meisten von der Linsensuppe oder schwäbischen Speisen wie Linsen mit Spätzle. Es gibt aber auch lauwarme Linsensalate, man kann Pürres draus machen. Mir ist sogar schonmal ein Rezept untergekommen, wo man aus Linsen schmackhafte Patties für Hamburger gemacht hat. Der Idee und den Möglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wichtig! Rohe Linsen beinhalten Giftstoffe wie z. B. Lektine, die durch das Kochen deaktiviert werden. Daher besser niemals rohe Linsen verzehren.

Oft werden Linsen gemieden, weil sie die Darmwinde anregen könnten, Blähungen befürchtet werden oder als schwer verdaulich gelten. Die Ursache für die Blähungen sind die komplexen Kohlenhydratketten, an denen der Magen schwer zu arbeiten hat und dies nur zum Teil oder gar nicht verdaut werden können.

Will man Linsen bekömmlicher machen hilft langes Einweichen, sowie gutes Weichkochen. Geschälte Linsen, aber auch die roten und gelben Varianten sind besser verdaulich, als ungeschälte Linsen. Dazu können Kräuter und Gewürze, wie Fenchel, Koriander, Ingwer, Kümmel, Majoran, Rosmarin und Thymian, die Verdauung unterstützen und einen positiven Effekt entwickeln.

Na, habe ich Euch Lust auf Linsen gemacht?

Credits

Bild „linsen-getrocknet-braun-2656190“ von monika1607 auf pixabay.com unter CC0-Lizenz

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