From Zero to Hero – oder: Zuviel auf einmal ist selten gut!

Wer würde das nicht gerne? Hebel umlegen und los geht’s, alles wird gut. Alles läuft. Alles Super. Superheld, quasi oder wie man es auch ausdrücken kann: From Zero to Hero. Na, wer würde da Nein sagen? OK, ich gebe es zu, dass klänge auch zu verlockend, als das man es einfach so ablehnen würde. Vollgas geben, sofort Erfolge feiern. Ein Siegeszug ohne gleichen.

Nun, bin ich aber kein Traumtänzer, sondern Realist und muss Euch sagen, das klappt nur selten. Halt, stopp. Bevor jetzt einer zu mir sagt: „Das hast Du doch 2011 selbst bewiesen das das geht…“ Ja, stimmt, aber die Ausnahme bestätigt die Regel. 2011… das ist 7 Jahre her… da war ich auch 7 Jahre gesünder. Der Rücken muckte nicht, meine alten Beschwerden – die frühere Versuche zu Nichte machten – waren ausgeheilt. Mein Feind hieß nur Blutdruck, dass Herz- und Kreislaufsystem.

Heute machen dauernervende Bronchen und diverse weitere Probleme, das ganze Spiel nicht ganz so einfach, auch wenn ein mehr an Bewegung langfristig bei den meisten Problemen eine bessere Prognose bringt.

From Zero to Hero, wird bei den meisten schon daran scheitern das nichts da ist. Wie ich das meine?

Naja, der Körper ist quasi eingerostet. Er hat es sich in der Komfortzone – die ganz gerne mal zwischen Couch und Klo liegt – sehr bequem gemacht und draußen ist kalt, also möchte er aus dieser einfach nicht raus. Und jetzt sagt dem Körper mal: Ab sofort bist Du sportlich! Der lacht dich erstmal aus, der alte Herr Körper. „Du und sportlich? Fitness heißt doch Bei Dir die Einkaufstaschen aus dem Auto, die Treppe hochtragen…“. Wrumms, das sitzt. Ende vom Elan.

Es ist auch nicht nur das Problem das der Elan da endet. Es ist auch risikoreich. Knochen, Muskeln, Sehnen, Kreislauf, alles was dazu gehört, will darauf vorbereitet sein, dass es ab sofort Leistung bringen soll. Geht man zu schnell von 0 auf 100 – um beim Auto zu bleiben – droht ein kapitaler Motorschaden.

Aus meinen Zeiten wo ich noch regelmäßig in Sportforen mitgelesen habe, kennt man das… angefangen und schon ziept was am Schienbein, Knieschmerzen, Rücken… und dann kommen die Shine Splints oder andere Überlastungserscheinungen und dann hat man PECH. Pech, ist hier nicht als das zu verstehen was man hatte, um die Überlastung erst zu bekommen, sondern Pech steht für die Heilungsform der meisten Probleme dieser Art: Pause… Eis… Compression… Hochlagern… und wieder hat der Schweinehund gute Chancen zu gewinnen.

Wer erfolgreich zum Helden werden will, arbeitet anders. Klar ich kann daher gehen und sagen: Ich will 50 Kilo abnehmen. Das ist ein Wort, das ist ein Ziel. Und die meisten sagen dann: „Jo, mach das…“ Nur, da ist ein Problem… der Weg 50 Kilo abzunehmen ist lang. Sehr lang. Und je länger es dauert umso mehr leidet die Motivation, insbesondere wenn es nur langsam vorangeht.

Ich bin gerne auf zwei Beinen unterwegs, zumindest wenn ich kann, meine Bronchen und diversen Schmerzen mich lassen. Ich bin bis Halbmarathon alles auch schon Wettkampfmässig gelaufen und war einmal – leider mit Misserfolg – beim Marathon am Start. Und nun die Frage der Frage: Wie kommt man dazu 42,195 Kilometer zu laufen?

Mit kleinen Schritten! Nein, ich meine nicht, dass ihr, wenn ihr laufen könnt und dürft kürzere Schritte machen sollt. Sondern dass man sich mit kleinen Schritten steigert um die gewünschte Zieldistanz irgendwann möglichst schadlos zu überstehen.

Jetzt sind wir wieder bei dem Problem. Die Motivation und das große Ziel?

Und hier die große Hilfe. Macht das Problem klein. Zerlegt es in Teil-Etappen. Wer noch nie was mit Laufen hatte, sollte es einfach probieren erstmal eine kürzere Distanz – sagen wir mal 5 Kilometer locker durchlaufen – als Ziel nehmen. Klappt das, wird das nächste Ziel ausgelegt, was dann 10 oder später 21 Kilometer sein können.

Beim Abnehmen funktioniert das genauso. Für mich gehört zum Abnehmen Sport und gesunde Ernährung dazu. Klar gibt es auch Artgenossen, die sich mal eben 100 Kilo weggehungert haben, in dem sie quasi gar nichts mehr gegessen haben. Davon abgesehen, dass dies nicht gesund ist, ist das Ergebnis dort in fast 100% der Fälle weder dauerhaft noch langfristig gehalten worden.

Gesundes Abnehmen funktioniert eigentlich nur dann, wenn alles zusammenspielt. Essen, Trinken und Bewegung und das auch nur wenn dies möglichst dauerhaft so ist.

Potentielle Ziele könnten hier z. B. sein

  • 10.000 Schritte am Tag machen zu wollen – dies kann man auch stufenweise erreichen erst 5.000 Schritte, 6.000 Schritte usw. bis einem die 10.000 Schritte quasi locker aus den Füssen fallen
  • Auf 30, 45 Minuten sportiver Bewegung täglich zu kommen
  • Mindestens an 5 oder 6 Tagen der Woche sich wirklich optimal zu ernähren (ein Sündentag in der Woche, schadet – solang die Sünden moderat ausfallen – eher nicht, sondern unterstützt nur das man letztlich dabeibleibt.

Wichtig ist, dass man sich Bewegungsformen aussucht an denen man Spaß hat, so bleibt mach auch in Punkto Bewegung langfristig aktiv.

Kleine Ziele helfen einem, da man so kurzfristig schon Erfolge feiert, aber wichtiger noch ist das man durch diese in der Spur bleibt und sich möglichst keine Überlastungsschäden holt. Daher sind Ziele wie täglich Sport zu treiben, in den meisten Fällen eher kontraproduktiv. Ein, besser zwei Pausentage die Woche sollten es schon sein. So macht es mehr Spaß – und es hilft, dass die neue Lebensweise sich einprägt.

Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und so dauert es mehrere Wochen, bis eine neue Angewohnheit als Regel übernommen wird. Und letztlich muss das mehr an Bewegung für einem so gewöhnlich werden wie das Zähneputzen. Das macht man zwar nicht gerne, aber man weiß, dass man es muss. Wobei… wenn man beim Sport erste Erfolge feiert kann das richtig Spaß machen. Das ist aber ein Thema für einen der sicher kommenden Berichte.

Credits: Beitragsbild superhero-couple_761391 designed by Freepik

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