Dosenfieber

„Aber Du kannst doch nicht…“, so in etwa fing der Satz einer Bekannten an, die etwas zu früh zum Essen kam und wo ich in der Küche noch eine Tomatensoße zauberte und da zu eine Dose geschälter Tomaten öffnete. „Sowas macht man doch mit frischen Tomaten, das ist gesünder!“

Upps, gerade ich muss mir sowas sagen lassen. Welch ein Fehler, oder etwa nicht?

Vorweg sei gesagt, es gibt Dosengemüse was für mich Überflüssig wie ein Kropf ist. Wie Erbsen, wo gerne nicht nur Wasser, sondern auch Zucker hinzugefügt wird und ähnliche Spielereien, die nur dazu dienen um das Gemüse auf einen genormten Geschmack zu dressieren.

Jetzt muss ich aber mit der großen Aber-Kelle kommen…

Bei Dosentomaten ist dies nicht der Fall. Im Vergleich Dosentomate zur vermeintlich frischen Variante, zieht das Frischobst leider den Kürzeren.

Der Grund ist einfach. Um den langen Transportweg aus Spanien, Belgien oder den Niederlanden zu überstehen, werden die Früchte – ja die Tomate ist eine Beerenfrucht und eigentlich gar kein Gemüse – unreif geerntet. Würden die Tomaten rot-reif geerntet, währen diese, bis sie in den Auslagen unserer Geschäfte liegen matschig und unansehnlich.

Dosentomaten werden erst geerntet, wenn diese die volle Reife erreicht haben und werden dann sofort weiterverarbeitet und verlieren so kaum wertvolle Inhaltstoffe.

Zu diesen Inhaltstoffen zählt unter anderem das Lypocin, was bei der Frucht für die rote Farbe verantwortlich ist, aber als sekundärer Pflanzenstoff bekannt dafür ist, das Krebsrisiko zu senken und die Körperzellen stärkt. Der Bonus: Durch das Erhitzen der Früchte bei der Verarbeitung wird das Lypocin besser für den menschlichen Körper verwertbar, da die Fruchtzellen quasi aufgeschlossen werden.

In Untersuchungen fand man heraus das Dosentomaten die 2-3fache Menge an Lypocin gegenüber den frischen Tomaten beinhalten. Übrigens, mit etwas Öl werden diese fettlöslichen und überaus wertvollen Pflanzenstoffe besser verwertet.

Dosentomaten sind nicht nur gesünder, sondern auch noch geschmackvoller. Da die Früchte wirklich erntereif verarbeitet werden, sind sie nicht nur gesund, sondern schmecken auch noch deutlicher danach, was wir für den Geschmack einer Tomate halten. Das Aroma wird beim Nachreifen auf dem Transportweg leider nicht stärker. Dazu kommt, dass für Dosentomaten oft Früchte aus Südländern wie Spanien und Italien verwendet werden, die dort mehr Sonne abbekommen und so mehr Aroma entfalten können.

Auch in der Weiterverarbeitung sind Dosentomaten praktisch. Geschält, vorgegart, am Stück, Stückig, püriert, der Auswahl sind fast keine Grenzen gesetzt. Dazu sind Tomaten mit 18 Kalorien je 100 Gramm extrem kalorienarm.

Wer unbedingt auf frische Tomaten besteht, sollte die Sorten etwas durchprobieren. In den Supermärkten und Discountern erhaltet ihr oft relativ geschmacklose Massenware, wobei ich darin Tomaten an ihren Rispen zu verkaufen, keinen effektiven Vorteil sehe.

Mein Tipp: Wenn Euer Händler diese anbietet, dann probiert mal Tomaten der Sorte San Marzano. Diese länglichen Flaschentomaten sind deutlich länger als die meisten Romano- oder Roma-Tomatensorten aber im Geschmack deutlich intensiver. Das Fruchtfleisch ist eher fest und nicht verwässert, so dass man die Tomaten auch gut für Salate nehmen kann. Und ich mache keine Witze, wenn ich Euch sage, das diese Tomatensorte gerne für die Herstellung von Ketchup und Tomatenmark verwendet wird.

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