Kein MRT = Game over?

„Wie fühlst Du Dich?“, das fragt mich mein Computer, wenn ich ihn morgens mit einem freundlichen „Guten Morgen, Computer“ begrüsse. Eigentlich stammt die Frage aus „STARTREK IV – Zurück in die Gegenwart“, wo der Computer Spock die Frage stellte, wie er sich fühlen würde und er als Halb-Vulkanier, den Sinn der Frage nicht verstand. Ich verstehe durchaus, was die Frage sagen will, und würde ich gut sagen, würde der Computer nicht mal bemerken, das ich gelogen habe.

Wenn ich zur Zeit sagen würde, das ich mich gut fühle, wäre dies eine Lüge.

Heute morgen sollte das MRT stattfinden. Die Betonung liegt auf sollte. Es fand nicht statt. Ich war nicht mal 1/3 in der Röhre drin, da musste ich wieder raus. Raus, raus, raus… es ging einfach nicht. Ich hätte zwar in die Röhre gepasst, was gegenüber dem ersten Versuch schon ein Fortschritt war. Aber der dieser enge Hohlraum… ich fühlte mich unwohl, ich bekam im wahrsten Sinne des Wortes Platzangst.

Ich kenne das eigentlich nicht wirklich. Ich geh in Fahrstühle, ich habe keine Probleme mit Menschenansammlungen, vermutlich ist es das Problem das es sich hier um einen optisch abgeschlossenen Raum handelt, das ich meine Lage nicht selbst in der Hand hatte. Ich weiß es nicht, es ging einfach nicht.

Vielleicht hängt es auch mit einem Erlebnis zusammen, welches ich bei meinem Erste Hilfe-Kurs bei der Führerscheinprüfung gemacht hatte. Es gab da eine Situation die geübt wurde. Stabilisierung des Verletzten, Abnahme des Motorradhelms. Mein Problem war: ich bekam unter diesem verdammten Helm keine Luft und konnte mich selbst davon nicht befreien, und meine Gegenüber peilten nicht was los war… Sekunden, die mir vorkamen wie Stunden.

Wie dem auch sei, es hatte keinen Zweck… MRT, Röhre… das funktioniert nicht für mich.

Dazu kam dann noch die Aussage des Orthopäden als ich diesen informierte, das er ohne MRT nicht wüsste, wie er mir mit meinen Schmerzen helfen kann.

Bitte fragt nicht wie ich mich gefühlt habe. Für den Heimweg – normal 30 Minuten – brauchte ich 3 Stunden. Ich wollte nicht nach Hause kommen. Nach Hause kommen, das war in dem Moment etwas wie sein Versagen eingestehen.

Einen neuen Anlauf für ein MRT wird es nicht geben, das schließe ich aus. Irgendwie sieht es nach „letzte Ausfahrt Langenhagen“ aus. Und auch das fühlt sich irgendwie Scheiße an. Es ist quasi wie bei einem Kartenspieler, wo das Glück an einer einzigen Karte hängt.

Daher, wenn jemand mit der Frage kommt: „Wie fühlst Du Dich?“ und ich Antworte mit „Nicht gut“, wäre das nicht mal gelogen und niemand bekommt mit, das eigentlich Scheisse gemeint ist. Ich habe echt keine Lust mehr auf Ärzte, auf neue Untersuchungen… auf neue Enttäuschungen.

Foto: sterblichkeit-totenkopf-vanitas-401222 von DasWortgewand auf pixabay.com unter CC0-Lizenz

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