Wer hat an der Uhr gedreht – oder: Werden wie Wochenenden immer kürzer?

Eigentlich wollte ich am Wochenende mal rausgehen. Irgendwo einen längeren Spaziergang. Etwas ausspannen. Etwas Bewegung. Also etwas für einem selbst tun.

Aber irgendwie rennt seit ein paar Wochenenden immer die Zeit. Ich weiss auch nicht wieso. Das Schlimme an der Sache: Man hat oft so viel gemacht, und doch das Gefühl das nichts erledigt ist.

Der Pelletofen wollte auseinander genommen werden und brauchte eine Grundreinigung. Damit ich das machen konnte musste erst der Filter des Aschesaugers gereinigt werden. Eine schöne Aufgabe wenn man Asthma hat und der feine Staub der dabei aufgewirbelt wird nur für wildes Gehuste sorgt.

Der Filter sauber, Ofen zerlegt, ausgesaugt, gereinigt, wieder zusammengesetzt, Funktionstest gemacht, sowohl Ofen als auch Sauger gingen. Natürlich war drum herum erstmal Dreck, nimm den Staubsauger… ach da war ja was, der schaltete sich immer wieder ab. Also nächste Runde… aufgemacht … wo kommt denn der Dreck her, sauber gemacht, irgendwie steckte da auch was nicht richtig. Ist wie mit der Kaffeemaschine, steckt der Stecker nicht in der Dose, gibts keinen frischen Kaffee… oder ist im Sauger ein Wackelkontakt, geht der Sauger einfach aus.

Nebenbei gekocht, Sauger ausprobiert, Geschirr aus und in die Spülmaschine verteilt, Rest vom Wocheneinkauf geledigt war der Samstag schon weg.

Am Sonntag kam ich immerhin dazu Brötchen zu holen. Dann wartete die Waschmaschine, erste Ladung fertig, ab in den Trockner. Weggeräumt. Nebenbei das alte Geschirr aussortiert und in einer Kiste verstaut. Neues Geschirr gespült. Mittagessen vorbereitet, Kartoffeln vorgekocht.

Beiher kam die erste Ladung aus dem Trockner. Zusammengelegt, verstaut. Angefangen Kartoffeln, Pilze zu braten und Mehlschwitze für Sahnesoße zu machen. Nächste Waschmaschine voll gemacht. Gegessen, Spülmaschine geleert, angefangen neu zu bestücken, meine Mutter zum schlafen hingelegt. Heftlasche für einen Arzttermin angefangen.

Wieder Wäsche in Trockner, derweil die nächste Waschmaschinen Ladung vorbereitet. Kaffeetisch gedeckt. Mutti wieder aus Bett geholt. Wäsche zusammengefaltet und weggeräumt. Wieder Wäsche getrocknet. Kiste mit Geschirr verstaut solange es noch hell ist. Abendessen vorbereitet. Nach dem Essen hatte ich dann die letzte Wäscheladung aus dem Trockner geholt, gefaltet und verstaut.

Als ich wieder ins Wohnzimmer kam, merkte ich, das es Dunkel wurde. Als ich das Licht angeschaltet hab, sah ich das auf den Möbeln eine gräuliche Schicht lag, aufgewirbelter Aschestaub vom Vortag. Der Sonntag war rum, ich hatte keine Lust mehr. Die Asche kann warten. Ich frag mich nur: Werden die Wochenenden immer kürzer oder hat da wer an der Uhr gedreht?

Bild: Uhr-wanduhr-zeit-alte-zahlen-1274699 von Monoar auf pixabay.com unter CC0-Lizenz

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